Typisch: Große Fensterflächen

Abbildung: Modell eines Weyer Personenwagen der Kleinbahn Steinhelle-Medebach (Meterspur-Aufbau auf 75cm Fahrgestellen) in der Spur 0e

Die Weyer-Wagen verfügten über sehr großzügige Fensterflächen mit einer einzigartigen und sofort erkennbaren Fensteraufteilung. Dabei sind die Fenster der vierachsigen Wagen pro Wagenseite in drei meist identische Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe besteht aus zwei schmalen Fenstern mit einem großen Fenster in der Mitte. Die kleinen Fenster ließen sich öffnen. Zwischen den Fenstergruppen konnte eine Wand zur Abteilabgrenzung eingebaut werden.

Bei manchen Ausführungen wie etwa den Schlawener Wagen (später bei Jerichow I) waren Toiletten eingebaut. Dazu wurde ein Fenster eingespart und ein weiteres blickundurchlässig gemacht. Andere Bahngesellschaften wie Rhein-Sieg verbauten keine Toiletten in ihren Wagen.

Einige Bahngesellschaften wie etwa die Herforder Kreisbahnen ließen das große Mittelfenster teilen mit einem Steg in zwei Fenster, weil sich die Wagen auf den unebenen Schmalspurstrecken gerne verwanden und die großen Fenster dadurch manchmal zu Bruch gingen.

Das Wagendach war fast flach gehalten, die Oberlichter sorgten für Licht und Stehhöhe. Die Holzkonstruktion des Dachs war aufwendig und wurde bei Restaurationen nur selten originalgetreu wieder hergestellt.

Es gab Versionen, deren Dach über der Bühne zu allen drei Seiten nach unten lief. Bei anderen Wagen hatte das Dach durchgehend die gleiche Biegung, auch an den Enden – vor allem bei den Wagen für die kleineren Spuren.