Team
Die Inhalte dieser Website stammen von drei Personen, die alle Interesse an Modellbau und der Historie der Weyer Wagen haben. Es sind dies Holger, Matthias und Jan.
Die Firma
Der Hersteller der als Weyer-Wagen bekannten Personen- und Güterwagen war die Firma Carl F. Weyer, später Düsseldorfer Eisenbahnbedarf. Dort produzierte man die Wagen, die über Fahrwerke aus Metall und Aufbauten aus Holz verfügten. Die Wagen galten als komfortabel und waren für Schmalspurwagen vergleichsweise komfortabel ausgestattet. Vor allem um die Jahrhundertwende, noch vor dem ersten Weltkrieg, waren die Weyer-Wagen populär bei den damals stark wachsenden Klein- und Kreisbahnen.
Konstruktiv glichen die Wagen durchaus Erzeugnissen anderer Hersteller dieser Zeit: Rahmen aus Stahl, Aufbau aus Holz mit Beplankung aus Blech, noch keine elektrische Beleuchtung, selten Druckluft-Bremssysteme, unterschiedlichste Systeme der Wagenheizung.
Die Wagen
Gebaut wurden Güter- und Personenwagen in den unterschiedlichsten Ausführungen, Breiten und Längen nach Vorgaben der meist noch jungen Eisenbahngesellschaften. Die Versionen für Meterspur waren etwas länger und breiter als die Wagen für die 750mm oder 785mm Spur.
Charakteristische Eigenschaften waren:
- Drehgestelle mit Kröpfung und doppelter Federung
- Fensteraufteilung und Oberlichter
- Bühnen mit Sitzbank
Als die Schmalspurbahnen an Bedeutung verloren oder auf Normalspur umgebaut wurden, sind die Weyer Wagen verstreut worden. Das führte meist zu mehr oder weniger starken Umbauten.
Und die Holzkonstruktion hielt auch nicht ewig. Als erstes verschwand nach einiger Nutzungsdauer oft das charakteristische Oberlicht. Auch sind einige wenige Wagen ohne Blechbeplankung ausgeliefert worden, was wohl der Not im ersten Weltkrieg und danach geschuldet war.
Bei Museumsbahnen sind heute nur noch wenige Weyer-Wagen im Einsatz.
Weyer Drehgestell für 750/785mm Spur
Modell 1:87 (H0e) Weyer Drehgestell der RSE – ältere Bauform mit Gleitlagern
